Pfälzer im Geiste kehren zurück

"Lords of the Chords" in Johanneskirche

Eigentlich kommen sie aus Zürich, Hamburg, Freiburg, Leipzig, Regensburg und Berlin zusammen. Aber insgeheim sind die Mitglieder der "Lords of the Chords" inzwischen schon zu Pfälzern im Geiste geworden: "Es ist einfach immer wieder toll, die Gastfreundschaft und die große Musikbegeisterung der Menschen hier zu erleben", sagt Nordlicht und "Lords"-Mitbegründer Marcus Stäbler.
Zwei Jahre nach dem fulminanten Debüt, das von "Pirmasenser Zeitung" und Publikum gleichermaßen begeistert gefeiert wurde, kehrt das Männerensemble nun wieder zurück zu seinen mittlerweile fast schon traditionellen Januar-Konzerten in Bad Bergzabern und Pirmasens. Aber diesmal mit einem komplett anderen Repertoire: Nachdem sie mit iherem Programm "Around the World" erfolgreich in verschiedenen Teilen Deutschlands konzertiert und erst im Oktober in Hamburg die Woche der Welthungerhilfe zu einem umjubelten Abschluss geführt haben, feilen die neun Sänger derzeit an einer neuen Idee.
Nur die Abfolge von je einer geistlichen und weltlichen Konzerthälfte wollen die "Lords" beibehalten: "Das hat sich bewährt und ermöglicht eine große stilistische Spannbreite", erklärt Bezirkskantor Maurice Croissant, einer von den drei gebürtigen Pfälzern im Ensemble. Was genau in diesen beiden Hälften erklingen wird, kann er aber jetzt noch nicht sagen: "Die Stückauswahl wird in der Probenphase vor dem Konzert erst gemeinsam diskutiert und erarbeitet - wir sind schließlich ein basisdemokratisches Ensemble", sagt

Croissant mit verschmitztem Lächeln: "Das ist natürlich manchmal echt mühsam, so ganz ohne Leiter zu arbeiten, aber wir sind halt alle vollkommen gleichberechtigt und bringen ganz unterschiedliche musikalische Erfahrungen und Schwerpunkte mit. Genau das macht die Arbeit letztlich auch so spannend."

Ensemble feilt derzeit an neuen Ideen

Nur so viel könne er jetzt schon verraten: In der ersten, geistlichen Hälfte wird Poulenc eine wichtige Rolle spielen, weil dessen Klangsprache mit ihren unglaublich farbigen Harmonien den "Lords" besonders am Herzen liege, ebenso wie die Liebe, um welche die zweite Hälfte kreisen werde. Dieses Thema werden nie seine Aktualität verlieren - und habe schon unzählige Komponisten aus verschiedenen Ländern interessiert. Also doch noch ein bisschen "Around the World" im neuen Programm? "Es wird sicher nicht ganz so bunt wie die vergangenen Jahre. Aber ein paar internationale Farbkleckse kann's schon geben. Wie ich unsere Nordlichter kenne, haben die bestimmt wieder was Schönes aus Skandinavien im Gepäck. Und wir werden sicher auch irgendwas aus der Repertoire der 'Kings's Singers' machen!"
Die Zuhörer sind jedenfalls gespannt und werden den Pfälzern im Geist sicher wieder einen herzlichen Empfang bereiten. Am Freitag, 13. Januar sind sie in der Marktkirche Bad Berzabern zu hören und am Samstag, 14. Januar gastieren sie in der Johanneskirche in Pirmasens. Beide Konzert beginnen um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. (PZ)

12. Januar 2006